Wir übernehmen Verantwortung

Im Jahr 2012 berichtete die Welternährungsorganisation FAO im Report „The State of World Fisheries and Aquaculture“, dass 29,9 Prozent der weltweiten Fischbestände überfischt und 57 Prozent maximal befischt sind. Im Umkehrschluss geht es also nur noch 13,1 Prozent der Bestände gut – laut FAO der geringste Wert aller Zeiten.*

Es gibt eine Lösung

So bedenklich die Werte sind, so eindeutig ist der Lösungsweg hinaus aus diesem Dilemma: Nur durch nachhaltige Fischerei sowie ökologisch verträgliche Fischzucht in Aquakulturen lässt sich die Ressource Fisch als Nahrungsquelle für künftige Generationen erhalten. Ob dieser Weg ans Ziel führt, liegt am Verhalten von Fischereien, Politikern, Lebensmittel­händlern, Verbrauchern. Wenn sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist und sie wahrnimmt, ist ein großer Schritt zur Erhaltung mariner Lebensräume getan.

Auf Siegel achten

Damit Verbraucher eine gute Kaufentscheidung treffen können, reicht ein Blick auf die Verpackung. Aufbauend auf die Einschätzung von Meeresbiologen über die Situation der Fischbestände in den Ozeanen, vergeben wir unser hauseigenes Siegel, den „Blauen Fisch“. Er signalisiert, dass Fisch aus aktuell gesunden Beständen stammt. – Wenn Sie beim Einkauf auf diese und andere Gütezeichen (etwa das des Marine Stewardship Council, MSC) achten, werden Sie Ihrer Verantwortung für die Weltmeere bereits ein Stück gerecht.

Nachhaltiger Fischfang

Der MSC (Marine Stewardship Council) ist eine internationale, unabhängige und gemeinnützige Organisation. Bevor eine Fischerei das MSC-Zertifikat erhalten kann, muss sie sich einer komplexen Bewertung nach dem MSC-Umweltstandard unterziehen. Dieser Standard umfasst die drei übergeordneten Prinzipien: Ausreichend große Fischbestände, minimale Einflüsse auf das Ökosystem sowie wirkungsvolles Fischereimanagement. Der weiße Haken auf blauem Grund ist das Erkennungszeichen des MSC für nachhaltig gefangenen Fisch. Wenn Sie sich beim Einkauf für Fisch mit MSC-Siegel entscheiden, belohnen Sie nachhaltige Fischereien und teilen Ihrem Supermarkt, Restaurant oder Fischhändler mit, dass Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Je mehr Verbraucher dies tun, desto mehr Fischereien wollen verantwortungsbewusst und mit Rücksicht auf die Meere fischen.

 

 

Wo wird welcher Fisch gefangen?

Auf Pauschalaussagen wie „Hering kann man kaufen“ sollte man sich hingegen nicht verlassen. Denn während der Bestand in einem Gebiet stabil sein kann, ist ein anderer eventuell gefährdet. Das kann sich in einem Jahr schon wieder verändert haben: Fischpopulationen schwanken ständig, wie sie sich entwickeln, hängt von der Nahrungssituation oder der Fangquote ab.

Aktuelle Empfehlungen für den nachhaltigen Fischgenuss erhalten Sie im Greenpeace Fisch Einkaufsratgeber. Damit Sie wissen, wo welcher Fisch gefangen wurde, verzeichnen wir auf unseren Verpackungen das jeweilige Fanggebiet – und bilden die wichtigsten Gebiete auf untenstehender Karte ab. Weitere Informationen zu den Fanggebieten finden Sie bei der Welternährungsorganisation *FAO.