Kartoffelhof Rusch­meyer

Mit mehr als 100.000 Hektar Anbau­fläche belegt Niedersachsen den ersten Platz unter den Bundes­ländern, wenn es um den Kartoffel­anbau geht.

Ein Teil dieser Ernte wird jedes Jahr von Bernd Rusch­meyer begutachtet und vertrieben. Etwa 70 nieder­sächsische Bauern liefern ihre Er­träge an die bäuerliche Genossen­schaft Heidesand, die für sie die Auf­bereitung und den Vertrieb übernimmt. Das ermöglicht es den Bauern, sich auf ihre Kern­kompetenz – den Anbau der stärke­haltigen Knollen – zu konzentrieren. Denn für eine ertrag­reiche Ernte sind Wissen und Erfahrung gefragt.

Kartoffel­pflanzen sind zwar vergleichsweise anspruchslos was die Bodenart anbelangt – sie benötigen allerdings viele Nähr­stoffe, weshalb regel­mäßiges Düngen unerlässlich ist. Besonders gut gedeihen sie mit aus­reichend Sonne.

Traditionell

Die Wurzeln der Heidesand Raiffeisen-Waren­genossenschaft reichen bis ins Jahr 1892 zurück. Dieser Tradition sind sich die Mit­arbeiter auch heute noch bewusst und tragen ihr täglich Rech­nung. Egal, ob es um die Kartoffel­lieferung oder eine Zwiebel­bestellung geht: Die interne Sprache bei Heidesand ist Platt­deutsch.

Ganzjährig

Bereits An­fang des Sommers werden erste Früh­kartoffeln ge­erntet und können frisch ge­nossen werden. Die Haupt­ernte hingegen startet im September. Die Kar­toffeln werden im An­schluss trocken, kühl und dunkel gelagert und schließlich nach und nach in den Winter- und Frühjahrs­monaten verpackt und in den Handel geliefert.

Fürstlich

Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Süd­amerika. Nach Europa brachten sie im 16. Jahr­hundert die Spanier – jedoch nicht wegen der stärke­haltigen Knollen im Boden. Viel mehr erregte die weiß-lila Blütenpracht die Auf­merksamkeit von Botanikern und Fürsten, in deren Gärten die Kartoffel­pflanzen zunächst als seltene Kost­barkeit zu finden waren.

Regional

Die Küstengold-Kartoffeln stammen von regionalen Bauern, die Mitglied in der Genossen­schaft sind und ihre Ernte an die zentrale Aufbereitungs­stelle liefern. Dort werden sie mehr­fach sortiert, danach gründlich ge­waschen und im Anschluss verpackt. So schaffen es nur die besten Exem­plare vom Feld in die Küstengold-Netze.